AMD
Altersbedingte Makuladegeneration

Die Degeneration der Makula ist eine der häufigsten Ursachen für schwere Sehbehinderungen bei älteren Menschen. Die Makula – auch „gelber Fleck" genannt – ist das Zentrum der Netzhaut und gleichzeitig die Stelle des schärfsten Sehens. Sie ermöglicht zum Beispiel Lesen, das Erkennen von Gesichtern und die Farbwahrnehmung. Schädigungen in diesem Bereich gefährden ganz gravierend die Sehfähigkeit der Betroffenen.

Ursachen

Die Makula kann zwar auch durch Diabetes mellitus geschädigt werden, besonders häufig ist jedoch das langsame Absterben der Netzhautzellen im Alter. 30 Prozent aller 75–85-jährigen Patienten sind davon betroffen. Unser Auge ist ein hochspezialisiertes Organ, in dem zahlreiche photochemische Prozesse in Gang sind, wenn wir sehen: Die lichtempfindliche Netzhaut verarbeitet die Lichtreize in den Sinneszellen; dabei produziert sie auch Abfallprodukte, die vom Auge abgebaut werden müssen. Oftmals schaffen das die Augen im Alter nicht mehr, was zu Ablagerungen unter der Netzhaut und damit zum Absterben von Sinneszellen in der Makula führen kann.

Trockene und feuchte Makuladegeneration

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) tritt in zwei Formen auf. Der Prozess der Sehverschlechterung ist schleichend und schmerzfrei und kann sogar zum Stillstand kommen. Meist ist dies jedoch nur die Vorstufe zu der wesentlich aggressiveren, feuchten AMD, die zu einem schnellen Verlust des zentralen Sehens führt.

Erste Anzeichen

In den Anfangsstadien bemerkt der Patient keine Veränderung bzw. Symptome. In späteren Stadien verkrümmen sich gerade Linien oder in der Mitte des Blickfeldes erscheint plötzlich ein dunkles Feld. Das zentrale Gesichtsfeld geht nach und nach verloren.

Früherkennung mit modernen Diagnosetechniken

Das Absterben der Netzhaut geschieht schmerzfrei und wird vom Patienten erst bemerkt, wenn das Sehvermögen schon massiv nachgelassen hat. Ihr Augenarzt kann jedoch schon in einem frühen Stadium mit modernen Untersuchungsmethoden eine zuverlässige Diagnose erstellen, dabei lassen sich mit der OCT (Optische Cohärenz Tomographie) sehr genau Strukturveränderungen auf der Netzhaut darstellen.

Die OCT dauert nur wenige Sekunden und ist vollkommen schmerzfrei. Das Auge wird während der Untersuchung nicht berührt.