Katarakt
Grauer Star

Der Graue Star oder auch die Katarakt ist eine Trübung der Augenlinse. Der Name „Grauer Star" leitet sich von der „grauen Färbung" hinter der Pupille ab, die man bei Katarakt-Patienten erkennen kann. Die getrübte Linse lässt sich heute operativ durch eine künstliche Linse, eine so genannte Intraokularlinse (IOL), ersetzen.

Symptome

Der Graue Star wird von den Patienten im Anfangsstadium kaum bemerkt, denn das Sehvermögen reduziert sich langsam und schmerzfrei. Patienten mit fortgeschrittenem Grauen Star nehmen die Welt schließlich „wie durch einen Nebel" wahr. Sie sehen ihre Umgebung verschwommen, auch Farben und Kontraste verlieren ihre Intensität.
Zudem sind Katarakt-Patienten sehr blendempfindlich, was an der diffusen Lichtstreuung in den getrübten Linsenbereichen liegt. Auch Doppelbilder, eine verringerte Hell-Dunkel-Anpassung und die Einschränkung des räumlichen Sehens sind typische Symptome des Grauen Stars.

Ursachen

Die Ursachen für den Grauen Star sind meist unbekannt. Mehr als 90 Prozent der Erkrankungen treten im Alter auf. Begünstigende Faktoren sind außerdem:

  • Medikamente
  • Allgemeinerkrankungen wie z. B. Diabetes mellitus

Behandlung

Intraokularlinse, Foto: Frank C. Müller
Intraokularlinse, Foto: Frank C. Müller

Es gibt nur eine Behandlungsmethode gegen den Grauen Star: den Austausch der getrübten Linse gegen eine neue Kunstlinse, die sogenannte Intraokularlinse (I0L, siehe rechte Spalte). Diese Katarakt-Operation wird allein in Deutschland jedes Jahr 650.000-mal erfolgreich durchgeführt – fast immer ambulant.

Ein Hinauszögern der Operation hat keine Vorteile für den Patienten, jedoch den Nachteil, dass die Linse zunehmend verhärtet, was die Entfernung der getrübten Linse schwieriger und risikoreicher macht. Warten Sie deshalb nicht zu lange, wenn Sie eine Katarakt-Diagnose erhalten haben!

Vor und nach der Operation

Jede Operation birgt Risiken um diese Risiken zu minimieren und Ihnen eine aussagekräftige Prognose über individuelle Risiken und den möglichen Erfolg zu geben, empfiehlt es sich, einige Vor- und Nachuntersuchungen zu dieser Operation zu machen.

1) Optimale Voruntersuchung

  • I0L-Master
  • Hornhauttopographie
  • Endothelzellmessung
  • OCT (Optische Cohärenztomographie)

2) Optimale Nachuntersuchung (6 Wochen postop.)

  • Brillenglasabstimmung
  • Augeninnendruckmessung
  • Netzhautuntersuchung
  • OCT